Schokolade und Zigaretten – Kinderrechte in Lieferketten am 23.1.20

© girl picking von Marty Otanez / All Rights Reserved

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Rund 75 Millionen Kinder arbeiten unter ausbeuterischen Bedingungen weltweit. Allein auf den Kakaoplantagen Westafrikas sind es 2 Millionen, und im Tabakanbau weltweit rund 1,3 Millionen. Sie müssen mit gefährlichen Werkzeugen arbeiten und giftige Pestizide versprühen. Sie müssen zu schwere Kakaosäcke tragen oder sie sind dem giftigen Nikotin der Tabakpflanzen ausgesetzt.

Aus Kakao und Tabak werden Schokolade und Zigaretten, die man hier im Supermarkt kaufen kann. So profitieren Unternehmen in Deutschland von ausbeuterischen Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit in Ländern wie Malawi oder der Elfenbeinküste. Deshalb braucht es ein Lieferkettengesetz, damit Unternehmen, die die Menschenrechte nicht achten, zur Verantwortung gezogen werden können.

Die Internationale Arbeitsorganisation bewertet die Arbeit in der Kakao- und Tabakproduktion als schlimmste Formen von Kinderarbeit. Mit der 2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung (SDG 8.7) haben die Staaten der Welt versprochen, derartige Ausbeutung bis zum Jahr 2025 weltweit zu beenden.

Die Veranstalter*innen bieten einen Einblick in die Lieferketten von Tabak und Kakao und diskutieren, wie in diesen beiden Sektoren Kinderarbeit bekämpft werden sollte.

Ist der faire Handel eine nachhaltige Möglichkeit? Welche anderen Möglichkeiten gibt es für kleinbäuerliche Betriebe im Globalen Süden? Wie können Unternehmen in die Pflicht genommen werden? Was können Verbraucher*innen tun?

Dazu sprechen und diskutieren:

Maja Volland, Forum Fairer Handel
Sonja von Eichborn, Unfairtobacco

Erika Harzer übernimmt die Moderation.

Eine Veranstaltung von Unfairtobacco.

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