Es ist zum verzweifeln.

Liebe Freundinnen und Freunde,

Queeres Verlegen (Logo)jo, die Lage ist wie immer hoffnungslos, die Befindlichkeit vieler Menschen sagen wir mal der Jahreszeit entsprechend (also absolut…s.o.) und so haben wir ein Event in unserem Programm, das Ihr (wenn überhaupt) nur in Begleitung einer Bezugsperson besuchen solltet – ‚kommen wir gleich zu, freuen(!) uns aber erst mal total auf morgen, da besuchen uns nämlich queer-feministische Publizierende, Autor*innen und Aktivist*innen aus Brasilien, Südafrika, Argentinien und Deutschland: Queeres Verlegen #5. Im aquarium mit Lesungen und Performances und im Südblock präsentieren sich Verlage aus der halben Welt – ganz ehrlich, wir sind natürlich auch ein bisschen stolz, am 16.11. ab 12 Uhr die queer-feministische Buchmesse wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

© alarm phone

© alarm phone

Das gilt auch für die Aktivist*innen, die uns am kommenden Mittwoch (20. November ab 19 Uhr) im aquarium besuchen: 5 Jahre Alarm Phone – 5 Jahre Widerstand im Mittelmeer! Seit 2014 sind die „Helfer in Seenot“ (Spiegel online) rund um die Uhr erreichbar, um Menschen zu unterstützen, die an der tödlichen Grenze Europas im Mittelmeer in Seenot geraten. Aus Anlass des 5. Geburtstages berichten Vertreter*innen des Alarm Phones von ihrer Arbeit, den transnationalen Kämpfen für Bewegungsfreiheit und geben Einblicke auf die aktuelle Situation auf der westlichen Mittelmeerroute, den Geschehnissen im zentralen Mittelmeer sowie der Ägäis und falls Ihr die Worte „30 Jahre Mauerfall“ inzwischen nicht mehr hören könnt, finden wir das durchaus nachvollziehbar, trotzdem oder gerade deshalb solltet Ihr einen Tag später, am 21.11 unbedingt ins aquarium kommen, denn da geht’s um Fragen, die den Rahmen üblicher Gedenkveranstaltungen sprengen:

Katharina Oguntoye © FFBIZ / Spinnboden

Katharina Oguntoye
© FFBIZ / Spinnboden

Wie haben Aktivistinnen der Lesben-/Frauenbewegung die Umbrüche 1989 erlebt und wie wurde die Öffnung der Mauer und ihre Konsequenzen innerhalb der Ost- und Westberliner Lesben-/Frauenbewegung gesehen? Dies und mehr diskutieren wir mit der Schriftstellerin, Historikerin und Aktivistin (u. a. Mitbegründerin der Gruppe Schwarze Frauen in Deutschland) Katharina Oguntoye – nicht verpassen, am kommenden Donnerstag ab 20 Uhr.

Christiane Rösinger

Christiane Rösinger

Womit wir beim oben angesprochenen, nicht ganz unproblematischen Event am 23. angelangt wären, dann nämlich lädt Christiane Rösinger zur Großen Gala der Novemberdepression. Ein Jahr(!) ist seit der letztenFlittchenbar vergangen – ok, Christiane fehlte sozusagen entschuldigt, hat das Musical zur Wohnungsfrage (gibt’s überhaupt ein noch deprimierenderes Thema?„Stadt unter Einfluss“ gemacht (zur Einstimmung singt der Musicalchor ein oder zwei Mieter*innenhits), Jakob Dobers („Sorry Gilberto“) kommt vorbei und präsentiert seine im Februar erscheinende erste Soloplatte „Dr Rest vom Licht“ (’strotzt auch nicht gerade vor Fröhlichkeit). Noch schlimmer, Rachel Glassberg and the Desasters (der Name ist durchaus programmatisch zu verstehen) beschäftigen sich in ihren Songs mit Tod, Steuern und na klar, Gentrifizierung (wir haben auch Schnaps). Ihre Lieder „sind mitreißende Juwelen, die Melancholie und mitreißenden Humor in Einklang bringen“ (zitty). Nach dem depressiven Quiz Erkennen Sie die Melodie mit wertvollen Sachpreisen (Antidepressiva wären angebracht) legen die todtraurigen DJ Landergott und DJ Jesus auf, das wird auch mit den schlimmsten Stimmungsschwankungen ein kuscheliger Abend – versprochen. Einlass ab 21:30, Beginn 22 Uhr – „Pünktlichkeit ist die neue Unpünktlichkeit“ (wir werden ja sehen, wozu das führt)!

Detaillierte Infos zu unserem vollständigen Programm findet Ihr wie immer auf unserer Webseite – wir sehen uns (in welchem Zustand auch immer)!

Heute

Im Moment liegen uns keine Termine vor.

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