Asian Pacific Heritage Month und 10 Jahre korientation am 26.05.18

KakaoKatzê Foto: Sylvester Bordt

KakaoKatzê Foto: Sylvester Bordt

Party mit: DJs KakaoKatzê und mobilegirl

Bei KakaoKatzê geht es um die schönen Dinge im Leben. Ihre Sets sind bekannt dafür das Publikum mit R’n’B-Hits aus den 90/00s in Bewegung zu bringen – perfekt um auf dem Dancefloor in Kontakt zu kommen… Wenn sie nicht auflegt, gibt sich die halb Katze-, halb Schokolade-Femme wahrscheinlich kulinarischen Köstlichkeiten hin.

mobilegirl Foto: Niclas Hille

mobilegirl
Foto: Niclas Hille

Bao-Tran Tran aka mobilegirl has been a fairly new addition to the Berlin music scene. She connected with Staycore soon after she started making music and first caught wider attention with her remix on Dinamarca’s No Hay Break Remix EP as well as her takes on R&B classics of the likes of Jennifer Lopez and TLC. In her recent cut, „GGC“, mobilegirl samples Missy Elliott’s „Work It“ as an intro but breaks away into something resembling trance.

Vorher – im Rahmen der 20. Langen Buchnacht auf der Oranienstraße ab 22 Uhr im aquarium:

Varatharajah Senthuran Foto: Heike Steinweg

Varatharajah Senthuran Foto: Heike Steinweg

Im Rahmen des ASIAN PACIFIC HERITAGE MONTH und des 10. Geburtstags von KORIENTATION E.V. – Netzwerk für asiatisch-deutsche Perspektiven – liest Senthuran Varatharajah aus seinem Debütroman „Vor der Zunahme der Zeichen“. Anschließend findet ein Gespräch mit Hieu Hoang statt.

„Durch Zufall beginnen Senthil Vasuthevan und Valmira Surroi ein Gespräch auf Facebook. Er lebt als Doktorand der Philosophie in Berlin, sie studiert Kunstgeschichte in Marburg. Sieben Tage lang erzählen sie sich von ihrem Leben, ohne sich zu begegnen. Ihre Nachrichten handeln von ihren Familien und ihrer Flucht aus Bürgerkriegsgebieten, von ihrer Kindheit im Asylbewerberheim und ihrer Schul- und Studienzeit. Hochreflektiert schreibt Senthuran Varatharajah in seinem Debütroman über Herkunft und Ankunft, über Erinnern und Vergessen und über die Brüche in Biographien, die erst nach einiger Zeit sichtbar werden.“

korientation ist eine Selbstorganisation und ein Netzwerk für asiatisch-deutsche Perspektiven mit einem gesellschaftskritischen Blick auf Politik, Kultur, Film und Medien.

Wann, warum und von wem?

korientation e.V. wurde 2009 von Koreaner*innen der ersten und zweiten Generation für die Organisierung der Ausstellung „Shared. Divided. United. Germany-Korea: Migration movements during the Cold War” in der NGBK in Berlin gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich der Fokus des Vereins erweitert und besteht inzwischen aus Mitgliedern der Zweiten Generation von Asiatischen Deutschen mit unterschiedlichen Hintergründen. Wir beziehen uns in unserer Arbeit und in unseren „Identitäten“ nicht auf asiatische Länder als vordefinierte geographische und politische Räume, sondern verstehen „Ethnizität“ und „Asiatisch“ als strategische Plattform, von der wir in einer deutschen Mehrheitsgesellschaft sprechen, um Gehör zu verschaffen. Wir finden uns projektorientiert mit unterschiedlichen Verbündeten und Partner*innen aufgrund gemeinsamer, inhaltlicher Interessen und Zielen in einer „imagined community“ zusammen. Wir arbeiten intersektional zu den Themen (transnationale) Migration, Gender, Rassismus, Inklusion, Transkulturalität, und soziale Gerechtigkeit.

Ziel von korientation ist durch Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen einen Beitrag zur Entwicklung einer vielfältigen Gesellschaft zu leisten, auf rassistische Klischees und ausgrenzende Praktiken aufmerksam zu machen und eigene Positionen aus asiatisch-deutscher Perspektive zu artikulieren, sowie die Repräsentation von Asiaten Deutschen in Medien, Kultur und Politik, voranzutreiben. Die Formate in denen wir arbeiten sind unterschiedliche und umfassen wissenschaftliche Konferenzen, Publikationen, Filmworkshops, Filmreihen und Filmfestivals, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und; last not but least: Parties!

Was ist der “Asian Pacific Heritage Month“? Und warum braucht Deutschland auch einen?

Die Lücken der Repräsentation von Asiatischen Deutschen in der deutschen Gesellschaft sind so groß, dass sie anscheinend niemandem auffallen. Der Asian Pacific Heritage Month (APHM) wird alljährlich im Mai gefeiert, um an die historischen und aktuellen Errungenschaften der Asiatischen/Pacific Islander Diaspora zu erinnern und diese auch sichtbar zu machen. Im Anschluss an diese Tradition möchte korientation den Asian Pacific Heritage Month in Deutschland etablieren und fortführen. Die kulturpolitischen Aktivitäten der Asiatischen Diaspora im anglophonen Raum (USA, Canada, UK) und insbesondere auch die der Schwarzen Deutschen Diaspora sind für uns Anlass, Inspiration und Vorbild. Wir setzen mit dem “Asian Pacific Heritage Month“ gegen die Unsichtbarmachung der Asiatisch-Deutschen Geschichte(n) ein Zeichen, schließen die Repräsentationslücken und füllen diese mit eigenen Inhalten und Visionen.

Eine Veranstaltung von KORIENTATION E.V.. Weitere Informationen unter: www.korientation.de

Heute

  • 26.05.2018 19:00 Uhr 20. Lange Buchnacht auf der Oranienstraße – Buchnacht @ aquarium
  • 26.05.2018 23:55 Uhr Asian Pacific Heritage Month und 10 Jahre korientation

Dates

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