„No Direction Home“ @ aquarium vom 2. bis 16.12.17

No Direction Flyer Bild: Petros Giannakouris

No Direction Flyer Bild: Petros Giannakouris

Geflüchtete auf dem Weg in kein Zuhause: Ausstellung mit Bildern aus dem Fotobuch aus Griechenland und Begleitprogramm

Das Fotobuch NO DIRECTION HOME mit Arbeiten von 30 griechischen Fotograf*innen dokumentiert die jüngste Flucht- und Migrationsgeschichte über die südöstliche Migrationsroute, die mehr als eine halbe Million Menschen nach und durch Griechenland geführt hat. Die Migrationsgeschichten in Bildern zeigen die Grausamkeit des europäischen Migrationsregimes und das Leid der Flucht auf „illegalen“ Wegen ebenso wie die Stärke der Menschen, die diesen Weg trotz aller Abwehrmaßnahmen gegangen sind und bis heute gehen.

Auf den „Sommer der Migration“ 2015 folgten schnell staatliche Repression, rassistische Hetze und die schrittweise Schließung der Balkanroute. Eine Serie von Verschärfungen des Asylrechts und der EU-Türkei-Deal folgten. Zigtausenden wurde der Weg zu ihrem Ziel abgeschnitten und endete (vorläufig) in Zeltlagern, Abschiebezentren, in der Illegalität, in selbstorganisierten Strukturen, in den Warteschleifen auf Asyl, Familienzusammenführung und Relocation.

Das Fotobuch „No Direction Home“ mit Arbeiten von 30 griechischen Fotografen dokumentiert die jüngste Flucht- und Migrations-Geschichte über die südöstliche Migrationsroute, die mehr als eine halbe Million Menschen nach und durch Griechenland geführt hat: Von den Kriegsgebieten in Syrien über die griechischen Inseln nach Piräus, durch die Squats und Camps in Attika und den Norden nach Idomeni und weiter auf der sogenannten Balkanroute. Die Migrationsgeschichten in Bildern zeigen die Grausamkeit des europäischen Migrationsregimes und das Leid der Flucht auf „illegalen“ Routen ebenso wie die Stärke der Menschen, die diesen Weg trotz aller Abwehrmaßnahmen gegangen sind und bis heute gehen.

Die Fotoausstellung bildet den Abschluss einer Speakerstour durch einige deutsche Städte: In Lübeck, Hamburg und Kiel sprachen der Fotojournalist Angelos Christofilopoulos und die Aktivistin Eleni Amorgos. In Köln, Nürnberg und Erfurt sprachen der Fotojournalist Marios Lolos und der Aktivist Alexandros Aristopoulos. Letztere werden auch in Berlin anwesend sein.

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 16. Dezember 2017.
Vernissage am 2. Dezember ab 19 Uhr.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 6. bis 8. Dezember sowie vom 13. bis 16. Dezember jeweils in der Zeit von 12:00 bis 21:00 Uhr.

Begleitprogramm:

2. Dezember
19:00 Uhr:
Vernissage der Fotoausstellung „No Direction Home“

20:00 Uhr:
Diskussionsveranstaltung
mit
Marios Lolos (Fotojournalist)
Alexandros Aristopoulos (Aktivist aus Griechenland)
Eleni Takou (Human Rights 360)
Katina Schubert (MdA, flüchtlingspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Abgeordnetenhaus Berlin)
Die Veranstaltung wird deutsch-griechisch gedolmetscht.

6. Dezember
19:00 Uhr:
„Die Internierung von Migrant*innen in der EU: ein florierendes Geschäft“

Lydie Arbogast (Migreurop) stellt ihre Studie zur Privatisierung des Migrationsmanagements vor.
Die Veranstaltung wird deutsch-französisch gedolmetscht.

8. Dezember
19:00 Uhr:
„Die Geflüchteten-Squats in Griechenland und die selbstorganisierte Bewegung!“

Diskussion mit Aktivist*innen aus Athen.
Die Veranstaltung wird deutsch-englisch gedolmetscht.

13.Dezember
18:00 Uhr:
„Wahlen? Ist doch nicht Ihr Ernst!“

Vortrag von Swetlana Gannuschkina (Trägerin des alternativen Nobelpreises 2016 und russische Menschenrechtlerin mit Schwerpunkt Flüchtlinge und Migrant*innen) über die Situation in Russland vor den Präsidentschaftswahlen.
Eine Kooperation von Rosa-Luxemburg-Stiftung und Amnesty International.
Die Veranstaltung wird deutsch-russisch gedolmetscht.

14. Dezember
19:00 Uhr:
„At the entrance of the Balkan route: the history of Idomeni“

Marianthi Anastasiadou und Marc Speer (bordermonitoring.eu) stellen ihre aktuelle Studie über die Geschichte des Flüchtlingslagers Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze vor.
Die Veranstaltung wird deutsch-englisch gedolmetscht.

15. Dezember
19:00 Uhr:
„Diktatoren als Türsteher Europas“

Christian Jakob stellt sein gemeinsam mit Simone Schlindwein geschriebenes neues Buch vor.
Eine Kooperation von Rosa-Luxemburg-Stiftung mit dem Ch. Links Verlag.

16. Dezember
19:00 Uhr:
„Als Paul über das Meer kam“

Filmvorführung und Publikumsgespräch mit Paul Nkamani, Protagonist des Dokumentarfilms von Jakob Preuss.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Veranstaltungen auf der Webseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Heute

  • 02.12.2017 19:00 Uhr - 16.12.2017 No Direction Home – Fotoausstellung & Rahmenprogramm @ aquarium
  • 15.12.2017 22:00 Uhr Zembîl

Dates

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