Großes Kino, deutscher Eintopf und ein kleines Problem mit dem Innensenator

Liebe Freundinnen und Freunde,

xposed logo 2017morgen am 11. Mai startet das 12. Xposed International Queer Film Festival im Moviemento am Kottbusser Damm; bis Sonntag sind über 60 Kurz- Spiel- und Dokumentarfilme zu sehen und wir freuen uns auch in diesem Jahr auf die Auftaktveranstaltung ab 22 Uhr 30 in unseren Heiligen Hallen u. a. mit den Norwegern Sturle Dagsland (Cello und Gitarre), „deren Liveauftritte die Grenzen zwischen klassischem Konzert und Performance Art sprengen“ (Siegessäule).

Valie Export

Valie Export
Foto: Sabrina Saritz

Besonderer Gast des Festivals ist in diesem Jahr „eine Wegbereiterin des feministischen Ausdrucks in der Kunst“ (80 – die Kulturzeitung), die Filmemacherin und eine der international bedeutensten Pionierrinnen der Performancekunst, Valerie Export. Wir sind stolz, sie am Samstagnachmittag (13. 5.) ab 16 Uhr im aquarium (direkt neben dem Südblock/Skalitzer Str. 6) zu einem moderierten Gespräch begrüßen zu dürfen.

FattoucheAm Samstagabend geht’s dann ab 22 Uhr mit Zembîl im Südblock weiter. Unsere Residents Adirjam bringen diesmal die Fattouch Band mit, Musiker*Innen aus Syrien, Chile und Rumänien. Mit „Fattouch“ beschreibt man im Arabischen einen Salat, in den man alles hineingeben kann, was man gerade so da hat – also so ähnlich wie beim deutschen Eintopf. Mahlzeit! Nach den Gigs gibt’s dann wie immer feinste orientalische Tanzkunst mit Sabuha Salaam auf die Augen und den Garam Masala Sound von DJ Masta Sai auf die Ohren – klingt echt bekömmlich.

No Border Kitchen Lesbos (Foto: Ralf Henning 2016)

No Border Kitchen Lesbos
(Foto: Ralf Henning 2016)

Rund 62 000 Geflüchtete und Migrant*innen sitzen zur Zeit in Griechenland fest – unter unmenschlichen Bedingungen, die ohne die Unterstützung nicht staatlicher Akteure (NGOs und unabhängige, griechische und internationale Aktivist*innen) noch prekärer wären. Thema einer Veranstaltung am 18. Mai ab 19 Uhr: 1,2,100 Idomeni. Geflüchtete in Griechenland @ aquarium mit Dr. Athanasios Marvakis von der Aristoteles Universität in Thessaloniki. Der Diskussionsabend soll auch dem Erfahrungsaustausch von Aktivist*innen dienen. An dieser Stelle erlauben wir uns einen kurzen Blick auf die Situation Geflüchteter in Berlin und erinnern daran, dass der rot-rot-grüne Senat entgegen anders lautender Absichtserklärungen weiterhin an Abschiebungen sogar nach Afghanistan festhält. Innensenator Geisel begründete dies mit der Feststellung, dass „bundesdeutsches Recht auch in Berlin“ gelte. Andere Landesregierungen sehen das anders – wir sowieso.

Und wenn wir schon beim liebevollen Umgang mit den bestehenden Verhältnissen sind, dann möchten wir noch auf eine weitere Veranstaltung im aquarium hinweisen, die sich am 19. 5. ab 20 Uhr mit der Politisierung der russischen Comicszene beschäftigt: Kunst, Comic und Protest in Russland, detaillierte Infos dazu findet Ihr im Anhang und warum am 20. Mai ganz Kreuzberg unterwegs ist (und u. a. bei uns aufschlägt), das erzählen wir Euch, wenn’s soweit ist – na klar, wir sehen uns!

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